Grundlagen des Prüfsystems

Dichtflächen und Lagerflächen auf metallischen Produkten und Bauteilen zeichnen sich in der Regel durch eine hochglänzende und stark reflektierende Oberfläche aus. Fehlstellen (z. B. Lunker oder Bearbeitungsspuren) und Unregelmäßigkeiten auf diesen Funktionsflächen zu erkennen, fällt dem menschlichen Betrachter ohne spezielle Hilfsmittel schwer. Durch geschickte Auswahl der Kameratechnik und der Beleuchtung können diese „Fehlstellen“ jedoch deutlich sichtbar gemacht werden. In Verbindung mit speziell angepassten Filteralgorithmen und nachfolgenden Plausibilitätsbetrachtungen ist es dann möglich, die möglichen Fehler sehr präzise herauszuarbeiten und der Größe nach zu klassifizieren.

Die Firma Polytechnik Schmidt GmbH hat derartige Systeme bestehend aus insgesamt 8 Matrix-Kameras, speziellen Objektiven und LED-Beleuchtungen entwickelt, aufgebaut und erfolgreich bei Kunden mehrfach in der Produktionslinie im Einsatz. Gerade die Begutachtung von hochglänzenden Lagerschalen erfordert wegen der speziellen halbrunden Form die Verwendung von Spezialobjektiven und einer Bildverarbeitungssoftware, um die Bilddaten aufzubereiten.

Bei der Erstellung der Bildauswertung greifen wir auf die bewährte Software Sherlock der Fa. Teledyne Dalsa zurück und können so eine hochgenaue und objektive Bewertung der Funktionsflächen gewährleisten.

Kamerabild der Dichtfläche

Bild der halbrunden Lagerschale

Leistungsdaten der Prüfanlage

Anzahl der Kameras und Messobjektive
8
Typischer Teiledurchsatz pro Minute
3
Typische Messzeit pro Teil (Sekunden)
1
kleinster erkennbarer Lunker (µm)
100